Dieser Beitrag geht der Frage auf den Grund, ob Durchfall psychosomatisch sein kann und gibt wertvolle Tipps zur Therapie.
Dir ist bestimmt schon mal aufgefallen, dass sich Druck, der auf der Psyche lastet, auch auf die Verdauung auswirken kann. Das Phänomen, bei dem emotionale oder psychische Faktoren körperliche Symptome auslösen, wird als psychosomatisch bezeichnet. Ein klassisches Beispiel dafür ist psychosomatisch bedingter Durchfall.

Über mich
Hallo,
mein Name ist Andreas und ich bin 44 Jahre alt. Ich litt jahrelang unter einer Angststörung mit Panikattacken, Depressionen und Zwangsverhalten.
Falls Du mehr über mich erfahren möchtest und was mir persönlich am meisten geholfen hat, kannst Du das hier nachlesen.
Durchfall als psychosomatisches Symptom
Funktioneller Bauchschmerz und Durchfall sind zu verstehen als eine Störung der Kommunikation zwischen dem zentralen und dem enteralen Nervensystem (Bauch-Hirn-Achse).
Der Magen-Darm-Trakt, insbesondere der Darm, ist eng mit unserem Gehirn verbunden. Diese Verbindung wird oft als Darm-Hirn-Achse bezeichnet. Sie besteht aus über hundert Millionen Nervenzellen und ermöglicht eine bidirektionale Kommunikation zwischen dem zentralen Nervensystem und dem Darm.
Wenn du gestresst, ängstlich oder emotional belastet bist, sendet dein Gehirn Signale an den Darm, was zu einer Reihe von Verdauungsproblemen führen kann. Das heißt, die Emotionen, die du fühlst, können sich direkt auf die Verdauung auswirken. Und umgekehrt, kann der Darm auch Signale an das Gehirn senden, die unsere Emotionen beeinflussen. Es ist ein komplexes Zusammenspiel, das zeigt, wie eng Körper und Geist miteinander verbunden sind.
Wie äußert sich „Stress-Durchfall“?
Wenn du jemals vor einer wichtigen Prüfung oder einem großen Meeting warst und plötzlich den Drang verspürt hast, zur Toilette zu gehen, dann weißt du, wie sich Stress-Durchfall anfühlt. Wenn sich psychische Belastungen auf den Darm auswirken, kann dies zu Symptomen wie Durchfall, Bauchschmerzen und Blähungen führen.
Stresshormone, die während solcher Zeiten freigesetzt werden, beeinflussen die Nervenzellen in der Darmwand. Dies kann die Verdauungsprozesse stören und zu Symptomen wie Durchfall führen. Das ist eine natürliche Reaktion des Körpers. In der Vergangenheit, als unsere Vorfahren noch Jäger und Sammler waren, war diese schnelle Verdauungsreaktion in Gefahrensituationen nützlich, um den Körper leichter und schneller zu machen.
Lesetipp: Darm und gestörtes Nervensystem
Was ich jedem mal raten würde, auszuprobieren
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Andreas
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Unterschied zwischen psychosomatisch bedingtem Durchfall und Durchfall durch andere Ursachen
Während psychosomatischer Durchfall durch emotionale und psychische Faktoren ausgelöst wird, gibt es viele andere mögliche Ursachen für Durchfall. Zum Beispiel können bakterielle Infektionen, Viren oder Parasiten Durchfall verursachen. Auch bestimmte Lebensmittel, insbesondere solche mit wenig Fett, oder Medikamente können Durchfall auslösen.
Ein weiterer Unterschied besteht darin, wie der Körper auf diese verschiedenen Ursachen reagiert. Bei einer Infektion werden oft andere Symptome wie Fieber, Erbrechen oder allgemeines Unwohlsein beobachtet. Bei psychosomatischem Durchfall sind diese Symptome in der Regel nicht vorhanden. Stattdessen kann es zu anderen Symptomen wie Angstzuständen, Herzklopfen oder Schwitzen kommen.
Wenn der Darm auf Stress reagiert, ist das oft kurzlebig und bessert sich, sobald der Auslöser verschwunden ist. Bei anderen Ursachen kann der Durchfall jedoch länger anhalten und eine spezifische Behandlung erfordern.
Betroffene sollten auf ihren Körper hören und die Zeichen erkennen, die er ihnen gibt. Wenn du anhaltenden Durchfall oder andere Verdauungsprobleme hast, solltest du einen Arzt aufsuchen, um die genaue Ursache zu bestimmen und die beste Behandlung zu erhalten. Denn wenn die Psyche auf den Darm schlägt, ist es wichtig, sowohl den körperlichen als auch den emotionalen Aspekt zu behandeln.
Wenn die Psyche auf die Verdauung schlägt: Therapeutische Ansätze
Es gibt verschiedene Ansätze, die zur Behandlung des psychosomatisch bedingten Durchfalls in Betracht gezogen werden sollten. Denn der Einfluss auf den Magen und den Darm kann durch verschiedene Faktoren beeinflusst werden.
Zunächst ist es wichtig, zu betonen, dass es keine „Standardtherapie“ für diese Art von Durchfall gibt. Jeder Mensch ist einzigartig. Was bei einer Person funktioniert, funktioniert möglicherweise nicht bei einer anderen. Daher ist es wichtig, dass du dich mit deinem Arzt darüber berätst, welcher Therapieansatz für deine spezielle Situation in Frage kommt.
Einige der häufigsten Therapieansätze sind kognitive Verhaltenstherapie, Ernährungsumstellungen und sogar Hypnose. Die medikamentöse Therapie ist demnach weit gefächert. Es ist entscheidend, die individuellen Bedürfnisse und Symptome jeder Person zu berücksichtigen und entsprechende Maßnahmen zu ergreifen.
Was beruhigt den Darm bei Stress?
Stress kann sich negativ auf den Magen und den Darm auswirken. Wenn das Gehirn Alarm schlägt, insbesondere durch den Sympathikus, kann dies zu Appetitlosigkeit oder Übelkeit führen. Aber was kann man tun, um den Darm zu beruhigen, wenn du dich gestresst fühlst?
Entspannungsübungen wie Yoga und Achtsamkeitsmeditation haben nachweislich positive Auswirkungen auf das Stresserleben und die Symptome von funktionellen Magen-Darm-Erkrankungen. Es wird empfohlen, solche Übungen in den Alltag zu integrieren, um das Wohlbefinden von Darm und Psyche zu fördern.
Außerdem kann eine kohlenhydratarme Ernährung bei einigen Menschen zu einer Besserung der Beschwerden führen. Es kann sinnvoll sein, diese Ernährungsweise einmal auszuprobieren. Wenn die Symptome sich dann spürbar gebessert haben, solltest du die Diät fortsetzen.
Abschließend ist es wichtig zu betonen, dass du auf deinen Körper hören und dir die Zeit nehmen solltest, dich zu entspannen und dich selbst zu pflegen. Denn nur wenn du dich um dich kümmerst, kannst du auch für andere da sein.
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