Messie-Syndrom: Erfahre in diesem Artikel alles über Entstehung, Ursache und Handlungsempfehlungen für Angehörige von Betroffenen.
Dieser Artikel beleuchtet das Messie-Syndrom, bei dem Menschen extrem viele Gegenstände horten. Er untersucht die Entstehung und Ursache, die Begrifflichkeit und gibt Handlungsempfehlungen für Angehörige von Betroffenen.
Über mich
Hallo,
mein Name ist Andreas und ich bin 44 Jahre alt. Ich litt jahrelang unter einer Angststörung mit Panikattacken, Depressionen und Zwangsverhalten.
Falls Du mehr über mich erfahren möchtest und was mir persönlich am meisten geholfen hat, kannst Du das hier nachlesen.
Was versteht man unter einem Messie?
Das Messie-Syndrom ist ein Phänomen, bei dem Menschen die Tendenz haben, Gegenstände in übermäßigem Maße zu horten. Diese Neigung geht so weit, dass die Betroffenen („Messies“) den Wohnraum so stark mit Gegenständen zustellen, dass er nicht mehr nutzbar ist.Zeitungen werden zum Beispiel in der Spüle gestapelt und Arbeitsflächen oder der Boden der Küche so überfüllt, dass keine Mahlzeiten mehr zubereitet werden können.
Menschen, die unter diesem Syndrom leiden, haben oft das Gefühl, dass sie sich von Gegenständen nicht trennen können, selbst wenn diese von geringem Wert sind. Und das, obwohl sie sich durch das Ansammeln von Dingen in ihrer Lebensweise eingeschränkt fühlen. Diese Form des Hortens ist nicht dasselbe wie das Sammeln von Gegenständen aus Leidenschaft oder Hobby (4,5,6).
Die Entstehung des Messie-Syndroms
Das Messie-Syndrom ist nicht einfach nur das Resultat von Faulheit oder Nachlässigkeit. Es ist eine komplexe psycho-emotionale Befindlichkeitsstörung. Die genauen Ursachen sind vielfältig und tiefgreifend. Viele der Betroffenen haben Schwierigkeiten, klare Entscheidungen zu treffen und Prioritäten zu setzen. Sie verspüren oft undefinierbare Ängste, die sie daran hindern, sich zu entscheiden.
Unbekannte oder veränderte Situationen können zu großer Anspannung und einem hohen Stresspegel führen. Einige Theorien legen nahe, dass die Betroffenen durch das Sammeln von Gegenständen versuchen, emotionale Lücken oder „Löcher in der Seele“ zu füllen. Dies kann als Versuch gesehen werden, Kontrolle über eine sonst chaotische innere Welt zu erlangen (1,2,3).
Was ich jedem mal raten würde, auszuprobieren
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Andreas
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Was steckt hinter dem Messie-Syndrom?
Hinter dem Phänomen Messie verbirgt sich mehr als nur das sichtbare Chaos in den Wohnräumen. Es ist ein Ausdruck innerer Unordnung und Zerrissenheit.Die Betroffenen leiden unter lähmenden Ängsten, großer Anspannung und Entscheidungsunfähigkeit. Oftmals sind sie nicht in der Lage, ihre Handlungen an die Anforderungen des täglichen Lebens anzupassen.
Das Gefühl „Ich muss perfekt sein“ oder „Ich bin nichts“ kann sie überwältigen. In der Regel sind sie sich ihrer Situation bewusst und leiden darunter. Sie lassen oft keine Gäste mehr in ihre Wohnung und ziehen sich aus Scham zurück. Einladungen werden vermieden, Kontakte abgebrochen und Kinder dürfen keine Freunde mit nach Hause bringen. Dies führt zu einem isolierten, schambesetzten Dasein (1,2,3).
Wie heißt die Krankheit von Messi?
Der Begriff „Messie“ leitet sich vom englischen Wort „mess“ ab, was „Chaos“ oder „Unordnung“ bedeutet. Die korrekte Bezeichnung für die Krankheit „Messie-Syndrom“ lautet „pathologisches Horten“ (engl. „Compulsive Hoarding„ bzw. „Hoarding Disorder„). Die ICD-11 führt sie unter der Codierung ICD-11 6B24 (7).
Menschen mit Messie-Syndrom sind nicht in der Lage, zwischen gestalteter Ordnung und gesunder Unordnung zu unterscheiden. Sie leben in chaotischen Strukturen und sind diesen oft hilflos ausgeliefert. Ein Leben in permanentem Chaos erzeugt Stress und das Gefühl von Inkompetenz. Die Entfaltung der eigenen Persönlichkeit ist blockiert. Es ist wichtig, zu verstehen, dass das Messie-Syndrom weit mehr umfasst als die sichtbare Unordnung. Es ist ein tieferes psychisches Problem, das professionelle Hilfe erfordert, um es in den Griff zu bekommen (1,2,3).
Was kann man für die Betroffenen tun?
Wenn du jemanden kennst, der unter dem Messie-Syndrom leidet, ist es wichtig, Verständnis und Empathie zu zeigen. Kritik oder der Versuch, das Problem ohne deren Zustimmung zu „lösen“, kann kontraproduktiv sein und das Gefühl der Scham oder Isolation verstärken.
Stattdessen kann der Zugang zu Selbsthilfegruppen und spezialisierten Psychotherapien, die sich auf die zugrunde liegenden emotionalen Probleme konzentrieren, für die Betroffenen von unschätzbarem Wert sein. Es ist auch hilfreich, sie darin zu bestärken, professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen.
Das Wichtigste ist, dass du als Freund oder Familienmitglied unterstützend und nicht verurteilend bist. Das Messie-Syndrom ist eine ernsthafte psychische Erkrankung, und die Betroffenen leiden oft im Stillen. Mit der richtigen Unterstützung und Behandlung können sie jedoch lernen, mit der Störung umzugehen und ein erfüllteres Leben zu führen (4,5,6).
Leben mit Messie-Syndrom: Ist das Messie-Syndrom heilbar?
Das Messie-Syndrom ist behandelbar, aber die Heilung kann komplex sein und erfordert oft einen individuellen Ansatz. Bestimmte Antidepressiva und kognitive Verhaltenstherapien können hilfreich sein. In der Therapie lernen die Betroffenen, ihre Besitztümer zu organisieren und die Gründe für das Horten zu verstehen. Sie werden dabei unterstützt, bessere Entscheidungen zu treffen und keine neuen Gegenstände zu erwerben.
Es ist jedoch entscheidend, dass die Betroffenen motiviert sind, an der Behandlung teilzunehmen. Viele sind nicht bereit, mit dem Horten aufzuhören, daher müssen Therapeuten oft Motivationstechniken anwenden, um die Personen zur Teilnahme zu animieren (4,5,6).
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