Nervenschmerzen, oder Neuralgien, sind für Betroffene oft eine große Belastung. Sie manifestieren sich als stechende, brennende oder einschießende Schmerzen entlang der Nervenbahnen. Untersuchungen haben ergeben, dass es eine enge Verbindung zwischen deinem psychischen Zustand und dem Auftreten von Nervenschmerzen gibt. Stress und psychische Belastungen können physiologische Reaktionen hervorrufen und bestehende Schmerzen intensivieren oder gar auslösen.
Für die Therapie von Nervenschmerzen, die mit der Psyche in Zusammenhang stehen, existieren verschiedene Ansätze. Neben medikamentösen Behandlungen spielt die Psychotherapie eine wichtige Rolle. Hierbei werden nicht nur die Symptome, sondern insbesondere die psychischen Ursachen adressiert. Verhaltenstherapie und andere therapeutische Methoden können dir dabei helfen, deine innere Einstellung zu verändern und besser mit den Schmerzen umzugehen. Die Diagnostik solcher Beschwerden erfolgt oft interdisziplinär, da sowohl körperliche als auch psychische Faktoren eine Rolle spielen.
Kurz und knapp:
- Nervenschmerzen sind häufig mit psychischem Stress verbunden.
- Therapeutische Verfahren zielen darauf ab, sowohl physische als auch psychische Ursachen zu behandeln.
- Eine interdisziplinäre Diagnostik ist für die wirksame Behandlung von Nervenschmerzen entscheidend.
Über mich
Hallo,
mein Name ist Andreas und ich bin 44 Jahre alt. Ich litt jahrelang unter einer Angststörung mit Panikattacken, Depressionen und Zwangsverhalten.
Falls Du mehr über mich erfahren möchtest und was mir persönlich am meisten geholfen hat, kannst Du das hier nachlesen.
Ursachen von Nervenschmerzen
In der Betrachtung von Nervenschmerzen musst Du zwischen psychosomatischen Zusammenhängen und körperlichen Ursachen unterscheiden, da beide Aspekte eine Rolle spielen können.
Psychosomatische Zusammenhänge
Die Psychosomatik befasst sich mit den Wechselwirkungen zwischen Deinem seelischen Zustand und körperlichen Symptomen. Bei Nervenschmerzen sind psychische Faktoren wie Stress oder Angststörungen oft relevant. Diese können durch die ständige Anspannung und das damit verbundene Ungleichgewicht im Nervensystem Schmerzen hervorrufen oder verstärken. Chronische psychische Belastungen oder Erkrankungen wie Depressionen können ebenfalls chronische Schmerzen begünstigen oder auslösen.
- Psychischer Stress: kann das Nervensystem beeinflussen und Schmerzen verursachen.
- Angststörungen: können die Schmerzwahrnehmung und -verarbeitung beeinträchtigen.
Körperliche Ursachen
Neben psychischen gibt es auch organische Ursachen für Nervenschmerzen. Diese können von entzündlichen Erkrankungen des Nervensystems über metabolische Störungen wie Diabetes bis hin zu mechanischen Ursachen wie Verspannungen durch mangelnde Bewegung oder Verletzungen reichen. Oft sind es altersbedingte Abnutzungen oder die Einwirkungen von Medikamenten, wie zum Beispiel bei einer Chemotherapie, die zu Nervenschmerzen führen.
- Entzündliche Erkrankungen: können das Nervengewebe direkt schädigen.
- Metabolische Störungen: wie Diabetes können Nervenschädigungen verursachen.
- Mechanische Ursachen: wie Verspannungen oder Verletzungen können Nerven irritieren.
Diagnostik und Bewertung
Bei der Diagnostik von psychosomatischen Schmerzen spielst Du als Patient eine zentrale Rolle. Die sorgfältige Bewertung Deiner Symptome durch Ärzte und die Nutzung spezifischer diagnostischer Werkzeuge sind entscheidend, um die psychischen von den physischen Ursachen der Schmerzen zu unterscheiden.
Erkennung psychosomatischer Schmerzerkrankungen
Ärzte setzen häufig Fragebögen ein, um einen ersten Überblick über Deinen psychischen Zustand und das mögliche Vorhandensein psychosomatischer Schmerzen zu erhalten. Hierbei wird versucht, Verbindungen zwischen Deinen Schmerzen und psychosozialen Faktoren herzustellen. Es wird beispielsweise geprüft, ob die Schmerzen mit Depressionen oder anderen psychischen Belastungen korrelieren. Die Anamnese kann auch Hinweise auf ein Schmerzgedächtnis liefern, das zur Aufrechterhaltung der Schmerzen beitragen kann, selbst wenn eine ursprüngliche physische Verletzung geheilt ist.
Bildgebende Verfahren und neurologische Tests
Bildgebende Verfahren wie MRT oder CT werden verwendet, um organische Ursachen für Schmerzen auszuschließen. Neurologische Tests können ebenfalls Teil der Diagnostik sein, um die Funktion des Nervensystems zu überprüfen. Diese Tests helfen Ärzten, physische von psychischen Schmerzursachen zu trennen und festzustellen, ob Dein Schmerzempfinden neuropsychologische Gründe hat. Es wird untersucht, ob das Schmerzempfinden durch psychische Faktoren wie Stress verstärkt oder gar ausgelöst wird. In Kombination mit psychotherapeutischer Beratung und genauer Diagnostik kannst Du den Weg zur passenden Behandlung finden.
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Andreas
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Therapieansätze und Schmerzmanagement
Bei der Behandlung von Nervenschmerzen, die auch im Zusammenhang mit psychischen Faktoren stehen, bieten sich mehrere Therapieverfahren an. Ein individuell angepasster Therapieplan kann die Lebensqualität deutlich verbessern.
Medikamentöse Behandlung
Du kannst von einer medikamentösen Behandlung profitieren, die oft in der Anfangsphase der Schmerzbehandlung steht. Hierzu zählen:
- Antikonvulsiva: Diese werden eingesetzt, um Nervenschmerzen zu lindern.
- Antidepressiva: Sie helfen nicht nur bei Depressionen, sondern können auch die Schmerzwahrnehmung beeinflussen.
Beachte, dass die Dosierung und Wahl des Medikaments sorgfältig von einem Arzt festgelegt werden müssen.
Multimodale Schmerztherapie
Die multimodale Schmerztherapie integriert verschiedene Behandlungsansätze und Disziplinen wie Physiotherapie, Ergotherapie und spezielle Schmerzmedikamente. Dabei werden körperliche, psychologische und soziale Aspekte berücksichtigt. Ziele sind:
- Vermeidung von Schonhaltungen
- Aktive Rückkehr in das tägliche Leben.
Diese ganzheitliche Herangehensweise setzt auf die Teamarbeit verschiedener Fachrichtungen.
Psychotherapeutische Verfahren
Psychotherapie kann dir helfen, die psychosomatischen Aspekte deiner Nervenschmerzen zu verstehen und zu behandeln. Methoden, die dabei zur Anwendung kommen, können sein:
- Verhaltenstherapie: Sie hilft beim Erlernen von Strategien zur Schmerzbewältigung.
- Entspannungsverfahren: Techniken wie die progressive Muskelrelaxation können zur Stressreduktion und somit zur Schmerzlinderung beitragen.
Diese Therapieansätze zielen darauf ab, den Einfluss von Stress und psychischen Belastungen auf die Schmerzwahrnehmung zu minimieren.
Auswirkungen und Umgang mit Nervenschmerzen
Nervenschmerzen, bekannt als Neuralgien, beeinflussen maßgeblich Deine Lebensqualität und erfordern angepasste Umgangsstrategien, um mit den täglichen Herausforderungen zurechtzukommen.
Alltag und Lebensqualität
Neuropathische Schmerzen können deutliche Auswirkungen auf Deinen Alltag haben. Häufig führen sie zu Stress und Schlafstörungen, welche wiederum die Symptome verschlimmern können. Eine verminderte Lebensqualität kann sich durch eine reduzierte Teilhabe am sozialen Leben und verlorene Interessen äußern. Um dem entgegenzuwirken, ist es hilfreich, Schmerztagebücher zu führen, um Muster und Trigger Deiner Schmerzen zu erkennen.
Selbsthilfe und Unterstützungsnetzwerke
Selbsthilfegruppen und Hilfe zur Selbsthilfe sind essentiell, um psychische Belastungen durch Nervenschmerzen zu mindern. Sie bieten eine Plattform für Austausch und gegenseitige Unterstützung. Der Zugang zu einem Unterstützungsnetzwerk kann Wege aufzeigen, wie Du Deinen Zustand aktiv managen kannst und stellt eine wertvolle Ressource für praktische Tipps und emotionale Unterstützung dar.
Häufig gestellte Fragen
In diesem Abschnitt findest Du Antworten auf häufig gestellte Fragen zum Zusammenhang zwischen psychischem Stress und Nervenschmerzen.
Wie können psychischer Stress und innere Anspannung zu Nervenschmerzen führen?
Psychischer Stress und innere Anspannung können eine Überreaktion des Nervensystems verursachen, wodurch die Schmerzempfindlichkeit erhöht wird und somit Nervenschmerzen entstehen oder intensiviert werden können.
Auf welche Weise können Gedanken Schmerzen verursachen?
Negative Gedanken und Sorgen können zu einer chronischen Stressreaktion führen, die das Nervensystem beeinflusst und körperliche Schmerzreaktionen auslösen oder verstärken kann.
Inwiefern können psychische Probleme Schmerzen in den Beinen hervorrufen?
Psychische Probleme wie Angststörungen oder Depressionen können zu einer veränderten Schmerzwahrnehmung führen, bei der auch ohne eine physische Ursache Schmerzen in den Beinen wahrgenommen werden.
Wie lassen sich psychosomatische Schmerzen effektiv behandeln?
Die Behandlung psychosomatischer Schmerzen erfordert einen ganzheitlichen Ansatz, der sowohl psychotherapeutische Maßnahmen als auch bei Bedarf eine medikamentöse Behandlung umfassen kann.
Wie kann man feststellen, ob Schmerzen psychosomatischer Natur sind?
Zur Feststellung psychosomatischer Schmerzen ist eine gründliche Anamnese erforderlich, bei der sowohl somatische als auch psychische Faktoren berücksichtigt werden. Ein Facharzt oder Psychotherapeut kann entsprechende Diagnosen stellen.
Können Nervenschmerzen durch eine Depression ausgelöst werden?
Ja, Depressionen können mit einer Reihe körperlicher Symptome einhergehen, zu denen auch Nervenschmerzen zählen können, da sie die Schmerzverarbeitung und -wahrnehmung im Körper verändern.
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Auf meinen Mann trifft das alles genau zu uns wir schon seit Jahren nach der Ursache.
Welchen Weg muss man gehen um festzustellen das es Nervenschmerzen sind.
Kann jeder Neurologe das feststellen?