In diesem Artikel erfährst du, was Du über mögliche Langzeitfolgen und Langzeitschäden von Risperdal wissen solltest.

Im Internet gibt es einen regen Austausch von Patienten, denen Risperdal (Wirkstoff: Risperidon) verschrieben wurde und ihre Bedenken teilen. Unter anderem bezüglich bleibender kognitiver Schäden. Um die Frage nach möglichen Langzeitschäden der Therapie mit Risperidal zu klären, bedarf es zwar noch einiger Forschung und Studien. Doch es gibt bereits einige Hinweise über die Langzeitfolgen der Einnahme. So weisen etwa Dr. med. Philipp Nordhues, Berlin und Prof. Dr. med. Tom Bschor, Berlin in einem Kommentar auf mögliche kognitive Defizite von Neuroleptika hin: „Mittlerweile kann als gesichert angenommen werden, dass Neuroleptika-Einnahme zu einer Gehirnvolumenminderung führt.“ (9).

Patienten sollten sich ausführlich über die Wirkung, die Behandlung und die möglichen Nebenwirkungen von Risperidal informieren können. So können sie fundierte Entscheidungen über die Behandlung treffen. Daher fasst dieser Artikel verschiedene Erkenntnisse über die Langzeitschäden von Risperdal zusammen.

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Risperidon & Risperdal: dieselben Medikamente?

Ja, bei Risperidon und Risperdal handelt es sich um dasselbe Medikament, doch jeweils um verschiedene Markenbezeichnungen. Sowohl Risperidon als auch Risperdal sind wichtige Werkzeuge in der Therapie von psychischen Störungen und nehmen in der modernen Psychiatrie eine bedeutende Stellung ein. Hier wird es häufig zur Behandlung von Schizophrenie, bipolaren Störungen und irritablen Verhaltensweisen bei Menschen mit Autismus eingesetzt (1).

Wie wirkt Risperidon?

Die Forschung sieht eine Verbindung zwischen psychotischen Symptomen und einer erhöhten Konzentration des Neurotransmitters Dopamin im Gehirn. Risperidon gehört zu den antipsychotischen Medikamenten, die die Dopamin-Rezeptoren in den Nervenzellen blocken und auf diese Weise die Effekte dieses Neurotransmitters beschränken.

Die erste Generation diese Arzneimittel zeigte spezielle charakteristische Nebenwirkungen. Dazu gehörten zum Beispiel auch extrapyramidal-motorische Störungen (EPMS). Solche Nebenwirkungen, die an Parkinson-Symptome erinnern, treten bereits bei der normalen therapeutischen Dosis auf und werden auch Parkinsonoid genannt (10).

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Therapie mit Risperidon: Risperidon (Risperdal) zur Behandlung von psychischen Störungen

Das Medikament Risperidal gehört zur Gruppe der Neuroleptika und wird zur Behandlung verschiedener psychischer Störungen eingesetzt. Der Hersteller empfiehlt eine Dosierung von 4 bis 6 mg pro Tag (9). Die Wirkung von Risperidon besteht darin, dass es die Aktivität bestimmter im Gehirn vorkommender Chemikalien ausgleicht, die die Übertragung von Nervenimpulsen steuern. Das kann dabei helfen, Symptome wie Wahnvorstellungen, Halluzinationen und Aggressionen abzuschwächen, die bei verschiedenen psychischen Erkrankungen auftreten können(1).

Risperidon kann für bis zu sechs Wochen auch zur Therapie von Kindern ab fünf Jahren und Jugendlichen eingesetzt werden, wenn bei ihnen unterdurchschnittliche Intelligenz oder geistige Behinderung festgestellt wurde und sie aggressive Verhaltensstörungen aufweisen und bei ihnen eine Arzneimitteltherapie erforderlich ist. Die Medikation mit Risperidal sollte jedoch nur einen Aspekt einer umfassenden Therapie darstellen und nicht die einzige Behandllungsart darstellen.

Wie verträglich ist Risperidal?

Es ist möglich, dass die Verträglichkeit von Risperidal von Person zu Person variiert. Während manche Menschen es gut vertragen, erfahren andere möglicherweise Nebenwirkungen. Zu den Nebenwirkungen, die am häufigsten auftreten, gehören: Schläfrigkeit, Schwindel, Gewichtszunahme, Speichelfluss und Verstopfung. In seltenen Fällen kann Risperidal auch schwerwiegendere Nebenwirkungen bewirken. Dazu gehören zum Beispiel unkontrollierbare Fieber, Bewegungen, steife Muskeln sowie Verwirrtheit (2).

Kann die langfristige Einnahme von Risperidal zu Langzeitfolgen oder Langzeitschäden führen?

Die langfristige Einnahme von Risperidal ist möglicherweise mit potenziellen Langzeitfolgen verbunden. Unter anderem zählen dazu metabolische Veränderungen, das Risiko von Bewegungsstörungen und kardiovaskuläre Ereignisse. Patienten und Ärzte sollten die Risiken gegen den potenziellen Nutzen der Behandlung abwägen (3).

Risperidal bei Alzheimer-Demenz

Risperdal ist für die Therapie der anhaltenden, sehr starken Aggression von Patienten zugelassen, die unter mäßiger bis schwerer Alzheimer-Demenz leiden. Dabei sollte man jedoch beachten, dass es nicht länger als sechs Wochen eingenommen werden sollte (7).

Risperidal bei Alzheimer-Patienten

Risperidal wird auch zur Behandlung von Alzheimer-Patienten verwendet, insbesondere bei jenen, die anhaltende, sehr starke Aggression zeigen. In diesem Zusammenhang sollte man berücksichtigen, dass Risperidal nur eingenommen werden sollte, wenn die nicht medikamentöse Behandlung nicht angeschlagen hat und Patienten möglicherweise sich oder andere verletzen könnten. Die Forschung hat herausgefunden, dass der Schaden durch die Medikation mit Risperidal den Nutzen in manchen Fällen überwiegen kann. Es gibt nämlich Studien, die über mehr unerwünschte Nebenwirkungen und Todesfälle in der Risperidal-Gruppe berichten. Allerdings betrug die Studiendauer in den meisten Fällen nur zehn bis maximal 36 Wochen. Daher sind die Langzeitfolgen einer Therapie mit diesem Medikament noch nicht eindeutig geklärt (7).

Fazit

In der Psychiatrie ist Risperdal ohne Zweifel ein wirksames Therapeutikum. Es bleibt allerdings die Frage offen, ob es Langzeitschäden nach sich ziehen kann. Daher ist es unerlässlich, Nutzen und Risiko der Einnahme sorgfältig gegeneinander abzuwiegen. Am besten ist es, wenn Patienten und Ärzte offen über sämtliche Behandlungsmöglichkeiten sprechen. Bei Unsicherheiten solltest du auf jeden Fall deinen Arzt befragen.

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